Zendesk Sell Alternative: So findet ihr den richtigen Ersatz für euer CRM

Zendesk Sell Alternative: Vergleich HubSpot und Pipedrive als CRM-Ersatz
31.08.2027
Zendesk Sell wird
endgültig eingestellt
CSV only
E-Mails, Call-Logs & Dokumente
lassen sich nicht exportieren
Pipedrive
Offizieller Migrationspartner
von Zendesk
12+ Monate
Empfohlene Vorlaufzeit
für eine saubere Migration

Warum Sell-Nutzer jetzt handeln müssen

Zendesk hatte schon im September 2025 angekündigt, sich aus dem CRM-Geschäft zurückzuziehen und alle Ressourcen auf den Ausbau von Support, AI und Employee Service zu konzentrieren. Zendesk Sell bleibt noch bis Ende August 2027 voll verfügbar, danach aber werden sämtliche Daten unwiderruflich gelöscht.

Der reguläre Datenexport aus Sell liefert Leads, Kontakte, Deals, Notizen und Aufgaben als CSV-Dateien. Aktivitätshistorien, Termine, E-Mails, Call-Logs und Dokumente gehören allerdings ausdrücklich nicht dazu. Wer diese Informationen erhalten will, muss frühzeitig über die API oder einen spezialisierten Migrationspartner arbeiten.

Gut zu wissen: Nach dem Stichtag oder dem Ende eures Sell-Abonnements beginnt die permanente Datenlöschung – sie lässt sich nicht rückgängig machen. Teams, die erst kurz vor Schluss migrieren, konkurrieren mit einer Welle von Last-Minute-Wechslern um dieselben Dienstleister und Migrationsslots.

Timeline: Was jetzt passiert

September 2025

Zendesk gibt das Sell-Retirement bekannt und nennt Pipedrive als offiziellen Migrationspartner.

Jetzt – Mitte 2026

Ideales Zeitfenster für die Evaluierung, Datensicherung und Vorbereitung des Wechsels.

Mitte 2026 – Anfang 2027

Umsetzung der Migration, Aufbau der neuen Prozesse, Schulung des Teams.

31. August 2027

Zendesk Sell wird eingestellt, alle verbleibenden Daten werden gelöscht.


Bevor ihr vergleicht: Zuerst den eigenen Vertrieb durchleuchten

Ein CRM-Wechsel ist eine gute Gelegenheit, den eigenen Vertrieb einmal grundsätzlich zu ordnen. Felder, Pipelines, Automationen und Reports wachsen über die Jahre, und ein Teil davon trägt den Alltag zuverlässig, während anderes längst überflüssig geworden ist.

Bevor ihr HubSpot und Pipedrive gegeneinander abwägt, verschafft euch Klarheit über euer eigenes Setup:

Euer Vertrieb im Schnellcheck

Wie entstehen Deals bei euch – über Inbound, Outbound, Empfehlungen oder eine Mischung?
Welche Daten aus Sell nutzt euer Team tatsächlich im Alltag, welche schleifen nur mit?
Wie laufen Übergaben zwischen Marketing, Sales und ggf. Service?
Welche Integrationen (z. B. Zendesk Support, Telefonie, E-Mail, BI-Tools) dürfen beim Wechsel nicht wegbrechen?
Welche Reports und Dashboards werden regelmäßig genutzt – und welche hat nie jemand angefragt?
Gibt es Prozesse, die in Sell umständlich waren und im neuen System besser laufen sollen?

Wer diese Punkte sauber beantwortet, kann ein neues CRM präziser bewerten und vermeidet, alte Schwächen in ein neues System zu übertragen. Wie eine strukturierte CRM-Beratung diesen Prozess begleiten kann, zeigen wir auf unserer Seite zur CRM-Beratung.


HubSpot und Pipedrive: Zwei Systeme, zwei Philosophien

Beide CRMs tauchen regelmäßig auf, wenn Sell-Nutzer nach Alternativen suchen – und beide haben ihre Berechtigung. Sie verfolgen aber grundlegend unterschiedliche Ansätze, die sich im Alltag spürbar auswirken.

HubSpot
Plattform für Sales, Marketing & Service auf einer gemeinsamen Datenbasis
  • Vertrieb, Marketing und Automatisierung laufen in einem System zusammen – Kontakte, Unternehmen und Deals greifen ineinander
  • Starke AI-Features: prädiktives Lead Scoring, KI-gestütztes Forecasting, automatische E-Mail-Generierung
  • Umfassendes Reporting über alle Hubs hinweg, Attribution Tracking, benutzerdefinierte Dashboards
  • Über 1.500 Integrationen im App Marketplace
  • Kostenloses CRM als Einstieg, Preise steigen deutlich in den höheren Tiers (Professional ab ca. 90 €/Monat pro Seat, Onboarding-Gebühr ab 750 €) – mehr zu unserer HubSpot-Beratung
Pipedrive
Sales-CRM mit Fokus auf Pipeline, Bedienbarkeit und schnellen Einstieg
  • Die Pipeline steht im Mittelpunkt – Deals werden visuell per Drag-and-Drop geführt, Aktivitäten und Fortschritte direkt daran ausgerichtet
  • Klar aufgebaute Navigation, flache Lernkurve: Teams arbeiten in der Regel innerhalb weniger Tage produktiv
  • Offizieller Migrationspartner von Zendesk – mit dedizierten Migrationstools und nativer Zendesk-Support-Integration
  • Über 500 Marketplace-Integrationen, offene API
  • Transparente Preise pro Nutzer (ab ca. 14 €/Monat), keine Onboarding-Gebühr, kostenloser Onboarding-Call

Feature-Vergleich im Überblick

Die Bewertung bezieht sich auf die Professional-Pläne beider Anbieter.

Kategorie HubSpot Sales Hub Pipedrive
Pipeline Management ✔ umfassend ✔ Kernstärke
Visuelle Deal-Steuerung ✔ besonders stark
Sales Automation
E-Mail-Tracking & Sequences
AI-Features (Lead Scoring, Forecasting) ✔ breit ausgebaut begrenzt, im Ausbau
Marketing-Automation ✔ nativ integriert via Marketplace / Add-on
Custom Reporting & Dashboards ✔ sehr tiefgehend ✔ gut, ab Pro-Plan
Native Zendesk-Integration ✔ offiziell unterstützt
Bedienbarkeit / Lernkurve gut, erfordert Einarbeitung ✔ sehr intuitiv
Onboarding-Kosten ab 750 € (Professional) ✔ kostenlos
Kosten Professional / Nutzer / Monat ca. 90 € ca. 49 €
Trustpilot-Bewertung 2,4 ★ 4,5 ★
G2-Bewertung 4,4 ★ 4,3 ★

Quellen: Anbieter-Websites (Stand 2025/2026), G2, Capterra, Trustpilot. Die Trustpilot-Bewertung von HubSpot bezieht sich auf die Gesamtplattform.


Wo sich die Unterschiede im Alltag zeigen

Datenmodell und Plattformlogik

HubSpot organisiert den Vertrieb entlang einer zentralen Datenbasis, die eng mit Marketing und weiteren Funktionen verbunden ist. Kontakte, Unternehmen und Deals greifen ineinander, Automationen bauen darauf auf, und Auswertungen lassen sich über verschiedene Bereiche hinweg erstellen. In komplexeren Setups mit mehreren beteiligten Abteilungen entfaltet dieses Modell seine Stärke.

Pipedrive strukturiert den Vertrieb entlang der Pipeline. Deals stehen im Mittelpunkt, Aktivitäten und Fortschritte lassen sich direkt daran ausrichten. E-Mails, Notizen und Anrufe werden auf Deal-Ebene dokumentiert, während HubSpot Kommunikation primär am Kontakt aufhängt. Für klar geführte Vertriebsprozesse mit Fokus auf Deals und Aktivitäten bietet Pipedrive eine sehr direkte Arbeitsweise.

Kosten und Skalierung

Pipedrive bleibt preislich berechenbar: pro Nutzer, pro Monat, ohne Onboarding-Gebühren oder versteckte Zusatzkosten. HubSpot bietet ein kostenloses CRM als Einstieg, wird aber in den höheren Tiers deutlich teurer – insbesondere wenn Advanced Reporting, Automationen oder kontaktbasierte Abrechnung hinzukommen. Der Sprung vom Starter- in den Professional-Plan fällt bei HubSpot erheblich aus.

Einarbeitung und Adoption

Pipedrive wird regelmäßig für seine kurze Einarbeitungszeit gelobt. Neue Nutzer finden sich in der Regel innerhalb weniger Tage zurecht. HubSpot bringt mehr Funktionalität mit, verlangt dafür aber auch mehr Einarbeitung – vor allem dann, wenn mehrere Hubs gleichzeitig ausgerollt werden.


Welche Lösung passt zu eurem Vertrieb?

Die Wahl hängt davon ab, wie euer Vertrieb aufgebaut ist und welche Anforderungen im Alltag entstehen.

→ Schaut euch HubSpot genauer an, wenn …

Marketing und Vertrieb bei euch eng verzahnt arbeiten und Kampagnen direkt in den Salesprozess hineinspielen. Wenn ihr eine gemeinsame Datenbasis für alle kundenbezogenen Bereiche und langfristig Service, Operations oder Content-Management auf derselben Plattform abbilden wollt.

Wer parallel Zendesk Support nutzt, kann beide Systeme übrigens sauber verbinden: Unsere HubSpot App für Zendesk zeigt Kontakt-, Unternehmens- und Deal-Daten direkt im Ticket, ohne Systemwechsel.

→ Schaut euch Pipedrive genauer an, wenn …

Der Schwerpunkt klar auf der Steuerung von Deals liegt, euer Team schnell und ohne großen Schulungsaufwand produktiv sein soll und die Kosten planbar bleiben müssen. Besonders naheliegend für Teams, die Zendesk Support weiterhin nutzen und von der offiziellen Zendesk-Partnerschaft profitieren wollen.

Und wenn beides nicht ganz passt? In manchen Fällen lohnt sich auch ein Blick auf Salesforce (für komplexe Enterprise-Setups mit starkem Customizing-Bedarf) oder eine Evaluation, ob Zendesk Support allein mit einem leichtgewichtigen CRM-Aufsatz eure Anforderungen abdeckt.


Migration von Zendesk Sell: Was ihr wissen müsst

Der Wechsel umfasst deutlich mehr als einen Datenexport. Felder müssen neu angelegt, Zusammenhänge korrekt abgebildet und Automationen im neuen System aufgebaut werden. Parallel dazu muss das Team sich orientieren und die neuen Abläufe verinnerlichen.

Die Daten-Lücke ernst nehmen

Zendesks Standard-Export liefert eure Kerndaten (Leads, Kontakte, Deals, Notizen, Aufgaben) als CSV. Aktivitätshistorien, E-Mails, Call-Logs, Termine und Dokumente fehlen jedoch im Export. Wer auf diese Informationen angewiesen ist, muss rechtzeitig über die Sell-API oder einen Migrationsdienstleister arbeiten – idealerweise deutlich vor dem Stichtag.

Typische Stolperstellen bei der Migration

Datenqualität: Veraltete Kontakte, doppelte Einträge und leere Felder machen den Umzug unnötig kompliziert. Bereinigt eure Daten, bevor ihr sie übertragt.
Custom Fields und Pipelines: Eure Sell-Struktur lässt sich selten 1:1 übernehmen. Plant Zeit für das Mapping und die Neuanlage ein.
Integrationen: Prüft frühzeitig, ob eure bestehenden Anbindungen (Zendesk Support, Telefonie, BI-Tools) im neuen System funktionieren. Wie wir CRM-Integrationen mit Zendesk umsetzen, zeigen wir hier.
Team-Adoption: Ein neues CRM erzeugt Umstellungsaufwand. Schult das Team stufenweise, damit der Vertrieb nicht über Wochen ins Stocken gerät.
Reporting-Kontinuität: Stellt sicher, dass eure wichtigsten Reports und KPIs im neuen System abgebildet sind, bevor ihr Sell abschaltet.

Was Leafworks in diesem Kontext mitbringt

Leafworks berät seit Jahren Unternehmen im DACH-Raum rund um Kundenservice, CRM und Vertriebstools. Wir kennen die Zendesk-Welt von innen, arbeiten als HubSpot- und Zendesk-Partner und begleiten Teams bei der Auswahl, Implementierung und Migration von CRM-Systemen. Einen Überblick über unsere Partnertechnologien findet ihr hier.

Wir helfen euch dabei, die richtige Entscheidung zu treffen – mit einem klaren Blick auf euren Vertrieb, eure Daten und eure Prozesse. Ob das Ergebnis HubSpot, Pipedrive oder eine andere Lösung ist: Am Ende soll ein System stehen, das in eurem Alltag funktioniert und langfristig trägt. Mehr dazu, wie ein Cloud-CRM eure Kundenbeziehungen verbessern kann, findet ihr hier.

Lasst uns gemeinsam klären, welches CRM zu eurem Vertrieb passt

Wir begleiten Teams von der Bestandsaufnahme über die Tool-Auswahl bis zur fertigen Migration – und setzen die Umsetzung auf Wunsch auch direkt mit um. Aus unserer Arbeit mit Zendesk, HubSpot und Pipedrive wissen wir, wo die typischen Stolperstellen liegen und wie ihr sie vermeidet.
Sprecht uns an!

Robert Cwicinski, Kundenservice + CX-Experte bei Leafworks

Robert Cwicinski

CRM- & Kundenservice-Experte

Weitere Blog-Beiträge

Über den Autor

Nach oben scrollen